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Bio bleibt Bio – auch wenn sich die Kennzeichnung von Gentechnik ändert

Was Verbraucher*innen jetzt wissen sollten

Wer im Supermarkt einkauft, verlässt sich oft auf die Angaben auf der Verpackung. Doch genau hier stehen Veränderungen bevor: Die Europäische Union arbeitet an neuen Regelungen für sogenannte Neue Genomische Techniken (NGT). Für einen Teil dieser Pflanzen soll die bisherige Kennzeichnungspflicht künftig entfallen.

Viele Menschen fragen sich deshalb: Kann ich künftig überhaupt noch erkennen, ob Lebensmittel mithilfe neuer Gentechnik erzeugt wurden? Wir möchten erklären, was sich ändert – und warum Bio weiterhin für klare Standards steht.

Was sind Neue Genomische Techniken?

Neue Genomische Techniken (NGT), oft auch als „Gen-Schere" oder „Genome Editing" bezeichnet, ermöglichen gezielte Veränderungen im Erbgut von Pflanzen. Anders als bei der klassischen Gentechnik werden dabei häufig keine artfremden Gene eingebracht.

Befürworter sehen darin Chancen für klimaresistente oder krankheitsunempfindlichere Pflanzen. Kritiker weisen darauf hin, dass mögliche Auswirkungen auf Umwelt und Landwirtschaft sorgfältig geprüft werden sollten.

Was ändert sich bei der Kennzeichnung?

Nach den geplanten EU-Regelungen sollen bestimmte Pflanzen aus Neuen Genomischen Techniken künftig weitgehend wie konventionell gezüchtete Pflanzen behandelt werden. Für Verbraucher*innen bedeutet das: Eine Kennzeichnung auf dem Lebensmittel wird in vielen Fällen künftig nicht mehr vorgeschrieben sein.

Das heißt jedoch nicht automatisch, dass solche Produkte überall eingesetzt werden – sondern lediglich, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden müssen.

Was bedeutet das für Bio?

Für die ökologische Landwirtschaft gelten weiterhin eigene, strengere Regeln.

Nach der EU-Öko-Verordnung ist der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen in der ökologischen Erzeugung grundsätzlich ausgeschlossen. Bio-Betriebe und ihre Partner arbeiten deshalb mit entsprechenden Vorgaben und Kontrollen entlang der gesamten Lieferkette.

Für uns als Ökokiste DonauWald bedeutet das:

  • Wir beziehen unsere Lebensmittel von Bio-Erzeugern, die nach den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung wirtschaften. Das bedeutet, dass sie keine Gentechnik einsetzen.
  • Unsere Lieferanten verpflichten sich zu den geltenden Bio-Standards.

Warum uns Transparenz wichtig ist

KI generiert: Zwei Personen halten eine Kiste mit frischem Gemüse und Obst im Freien.

Gesetze können sich ändern. Unser Anspruch bleibt derselbe: Wir möchten, dass du nachvollziehen kannst, woher deine Lebensmittel kommen und nach welchen Standards sie erzeugt wurden.

Bio steht für weit mehr als den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel oder mineralische Stickstoffdünger. Es steht auch für transparente Erzeugungsrichtlinien und eine kontrollierte Lieferkette. Gerade deshalb halten wir es für wichtig, offen darüber zu informieren, was sich bei den gesetzlichen Kennzeichnungspflichten ändert – und was für Bio weiterhin gilt.

Unser Fazit

Wer sich bewusst für Bio entscheidet, entscheidet sich auch künftig für Lebensmittel aus einer Erzeugung, die den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen nach den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung ausschließt. Unabhängig davon, wie sich gesetzliche Kennzeichnungspflichten entwickeln, bleiben Transparenz, nachvollziehbare Herkunft und ökologische Landwirtschaft für uns die Grundlage unseres Handelns. Unterstütz' diese Haltung durch den Einkauf bei uns!